Grundsätzliches zur Weiterbildung

Hier finden Sie Vorträge, Analysen und Hintergrundinformationen, von denen wir der Meinung sind, daß sie über den aktuellen Anlaß hinaus von Bedeutung sind.
Wer sich grundsätzlich mit der gesellschaftlichen Bedeutung der Weiterbildung auseinandersetzen will oder vertiefende Informationen zu Teilaspekten des Themas wünscht, wird hier fündig.



Deutsche Panelstudie TAEPS möchte Professionalisierung der EB fördern

(15.10.2020) Die Panelstudie "Teachers in Adult Education – A Panel Study (TAEPS)" des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) und des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) widmet sich der Erfassung, Förderung und Anerkennung professioneller Kompetenzen von Lehrenden im Bereich der Erwachsenen- und Weiterbildung. Mit ersten Ergebnissen ist 2023 zu rechnen. Im Interview erläutert das Projektteam, bestehend aus Josef Schrader, Dörthe Herbrechter und Andreas Martin, wie das Vorgehen im Rahmen der Panelstudie erfolgt.

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Herausforderungen der Weiterbildung

(11.10.2020) Lebenslanges Lernen – vor allem in Form berufsbezogener Weiterbildung – ist inzwischen zu einer Anforderung an die Beschäftigten geworden. Mit der Teilnahme an Weiterbildung verbinden sich vielfältige Erwartungen und Hoffnungen. Der Sinn und die Notwendigkeit von Weiterbildung sind unbestritten. Nicht mehr haltbar ist jedoch das damit verbundene Versprechen von Karriere und sozialem Aufstieg. Es ist notwendig, sowohl die Sichtweise auf lebenslanges Lernen zu verändern als auch die Weiterbildungsförderung auszubauen.

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Weiterbildung und Digitalisierung

(16.08.2020) Mit der Digitalisierung verändern sich Berufe und Qualifikationen – daher wird ein Bundesgesetz zur Weiterbildung und eine staatlich geförderte Bildungsteilzeit als Unterstützung der betrieblichen Weiterbildung nötiger denn je.

Im Zusammenhang mit Digitalisierungs-, aber auch mit Demografie- oder Gesundheitsschutz-Themen lohnt es, betriebliche Weiterbildung tarifvertraglich zu regeln.

Betriebs- und Personalräte haben bei der Gestaltung betrieblicher Weiterbildung eine wichtige beschäftigungs- und qualifizierungssichernde Funktion.

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Weiterbildungsanbieter im digitalen Wandel

(15.08.2020) In der Weiterbildung werden klassische Formen des Unterrichts zunehmend durch digitale Bildungsformen ergänzt und erweitert. Zu diesem Ergebnis kommt der wbmonitor-Umfrage 2019 des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE). Nach Ansicht der Autor*innen wird sich dieser Entwicklung angesichts der Corona-Pandemie weiter beschleunigen.

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Deutschland braucht breite Qualifizierungsoffensive

(21.07.2020) Die Bundesregierung hat zur Unterstützung der Forschungspolitik das Hightech-Forum gegründet. Es soll konkrete Umsetzungs- und Handlungsempfehlungen erarbeiten. Das Forum erarbeitet Impulspapiere zu den Schwerpunktthemen 3,5-Prozent-Ziel, Offene Wissenschaft und Innovation, Soziale Innovationen, Agilität des Innovationssystems, Innovation und Qualifikation, Nachhaltigkeit im Innovationssystem, Zukunft der Wertschöpfung sowie Biologie und Digitalisierung.

Das Forum hat am 15. Juli ein Impulspapier zum deutschen Aus- und Weiterbildungssystem veröffentlicht. Die Empfehlungen verfolgen das Ziel, mehr Chancengerechtigkeit und die Teilhabe am Innovationsgeschehen zu erreichen. Das Papier empfiehlt dafür ein individuelles Recht auf Weiterbildung.

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Mehr Werte statt Mehrwert in der Bildung

(14.07.2020) Corona hat alles verändert. Auch die Bildung muss sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Die seien nun einmal der unaufhaltsame Vormarsch und Siegeszug der digitalen Medien. Auf einmal ging es nicht darum, wie digitale Endgeräte und Medien sinnvoll in der Bildung eingesetzt werden können. Es ging nur noch um die Versorgung der nach Hause geschickten Kinder, Jugendlichen und Studierenden mit passenden Endgeräten, um bereits im Kindesalter Homeoffice zu erlernen.

Corona war ein Auslöser und Verstärker dieser Tendenzen, nicht die Ursache. Algorithmen und Softwareprogrammierer bestimmen zunehmend den Inhalt von Bildung. Unternehmen bestimmen die Arbeitsbedingungen der Softwareprogrammierer und die Algorithmen und damit letztlich die Inhalte von Bildung. Kommt Bildung damit endgültig unter den Zwang betriebswirtschaftlicher Nutzenkalküle?

Bildung ist mehr als die Vermittlung kurzfristig nutzbaren Wissens. Bildung hat etwas mit der Vermittlung von Werten zu tun, die eine Gesellschaft erst erlebbar und beeinflussbar macht. Für die Autor*innen der neuen Ausgabe von Denk-doch-mal bedeutet das:

„Erstens müssen wir von einer engen Verbindung einer gesellschaftlichen Verfasstheit und ihrem gesellschaftlichen Wertegerüst ausgehen bzw. grundsätzlicher, von einem engen Verhältnis von Bildung zu Gesellschaft und Bildungspolitik zur Gesellschaftspolitik. Bildung für mehr Demokratie und eine Politik für mehr Demokratie sind aufeinander angewiesen.

Zweitens erwarten wir, dass eine werteorientierte Bildung mehr sein muss als eine affirmative Vermittlung von Werten. Vielmehr müssen die sozialen und ökonomischen Verhältnisse, die für das Spannungsverhältnis von Werten und gesellschaftlicher Praxis sorgen, auch Gegenstand des Konzeptes selber sein.“

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Lehrkräfte der Erwachsenen- und Weiterbildung – Beschäftigungsbedingungen, Qualifikationen, Kompetenzen

(14.07.2020) Die Datengrundlage über die Lehrenden in der Weiterbildung ist weiterhin recht lückenhaft. Mit einem neuen Projekt, das beim Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) angesiedelt ist, soll die Datengrundlage verbessert werden. Bundesweit sollen mehrere tausend Beschäftigte in allen Kontexten der Weiterbildung repräsentativ ausgewählt und über einen Zeitraum von zunächst fünf Jahren begleitet werden.

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Erwachsenenbildung und das Lernen Erwachsener im Nationalen Bildungsbericht 2020

(24.06.2020) Am 23. Juni ist ein weiterer Bericht zum Bildungsgeschehen in Deutschland erschienen. Es handelt sich um den „Nationalen Bildungsbericht“, der unter Federführung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation von einer Autorengruppe erstellt wurde. Es handelt sich nach Angaben der Herausgeber um einen ist einen auf Basis von Indikatoren gestützten Bericht, der das deutsche Bildungswesen als Ganzes abbildet und von der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter reicht. Der Schwerpunkt des Berichts betrifft das Thema „Bildung in einer digitalisierten Welt“.

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Weiterbildungsbeteiligung und Weiterbildungsförderung

(05.06.2020) Das Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (fibs) hat eine neue Studie über die „Einflussfaktoren der Weiterbildungsbeteiligung und Strukturen der Förderung in den Bundesländern“ erstellt. Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Projekt befasste sich mit “Volks- und regionalwirtschaftliche Kosten, Finanzierungs- und Förderstrukturen und Erträge der Weiterbildung - VoREFFi-WB“.

Die Studie befasst sich besonders mit den einzelnen Bundesländern und untersucht den Zusammenhang von Weiterbildungsverhalten und Wirtschaftsstrukturen auf regionaler Ebene.

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Qualifizierung in der Pflege

(19.05.2020) Das Pflegeberufegesetz sieht zahlreiche Änderungen für die Pflegeausbildungen vor. Bundeseinheitliche Rahmenpläne dienen den Ländern, Bildungsträgern und Pflegeschulen nun als Orientierung für die Entwicklung der Curricula und Ausbildungspläne. Die neue Ausgabe der Zeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis“ (BWP) geht der Frage nach, wie die Neuerungen des Gesetzes die Qualifizierung in der Pflege verändern. Zudem geht es um Fragen, wie die praktische Umsetzung des Gesetzes begleitet werden kann und wie die Anerkennung ausländischer Abschlüsse in Zukunft erfolgt.

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Hoffnung und Wirklichkeit

(23.04.2020) 10 Jahre ist es bereits her, da wurde der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) nach langem, zähem Ringen verabschiedet. Mit ihm sollte es zukünftig möglich sein, schulische und berufliche formale Abschlüsse vergleichbar(er) zu machen. Alle erwerbbaren formalen Abschlüsse sind im DQR in einem 8-stufigen Raster eingeordnet.

Inzwischen ist es ruhig geworden um den DQR. „Der DQR hat sich insgesamt als ein akzeptiertes Transparenzinstrument zur Abbildung aller formalen Bildungsabschlüsse des deutschen Bildungssystems etabliert. Er schafft eine bis dato nicht erreichte Übersichtlichkeit und gibt Orientierung für Lernende, Beschäftigte, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und bildungspolitische Akteure.“ Das meint Mario Patuzzi, Leiter des Referats für Grundsatzfragen der beruflichen Aus- und Weiterbildung beim DGB Bundesvorstand, in der neuen denk-doch-mal.

Und trotzdem sind die Ergebnisse insgesamt mehr als ernüchternd. Eine überschaubare Community derer, die mit Schulabschlüssen und formalen Qualifikationen der Berufs- und Hochschulbildung in Deutschland zu tun, beschäftigt sich überhaupt mit dem DQR. Die Hoffnungen, die der DQR geweckt hat, wurden nicht erfüllt. Es verfestigt sich der Eindruck, dass der Prozess um den DQR „viel Papier und Zeit gekostet, aber wenig spürbare Auswirkungen hatte. Diese latente Unzufriedenheit nötigt auch DGB und Gewerkschaften dazu, dem Konstrukt DQR nochmals genauer auf den Zahn zu fühlen.“

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Wo ist unsere emanzipatorische Bildungsvision, wo ist sie geblieben?

(27.02.2020) Bildung, so scheint es, verkommt zunehmend zur Ware. Gerade in der Erwachsenenbildung war der Gedanke der Emanzipation durch Bildung weit verbreitet. Davon ist in der gegenwärtigen Debatte um die „neue Weiterbildungskultur“ im Zuge der Digitalisierung nicht mehr die Rede. Es geht um lebenslange Anpassung an die Anforderungen im Arbeitsprozess.

In der neuen Ausgabe des Magazins „erwachsenenbildung.at“ geht es um „Humanismus und Freiheitlichkeit“, Stolpersteine am Weg zu einer demokratischen Bildung und nachhaltigen Gesellschaft?“. In einem Beitrag fragt sich Renate Schwammer, wo unsere „emanzipatorischen Bildungsvisionen“ geblieben sind? Sie schreibt dazu:

„Während Adornos günstiges Urteil über Bildung auf der Hoffnung beruht, hier werde es möglich sein, Menschen zur Einsicht ins Wesentliche der gegenwärtigen Gesellschaft zu bringen, ihnen die realen gesellschaftlichen Machtverhältnisse, Abhängigkeiten und Prozesse zu zeigen, denen sie unterworfen sind, so scheint es derzeit, dass sich Bildung den Erfordernissen der Wirtschaft unterwirft. Die heute dominierende Bildungsidee besteht darin, für den Arbeitsmarkt und für die Wirtschaft brauchbar und wettbewerbsfähig zu machen. Das heißt auch, das Trainieren von Kompetenzen in den Vordergrund zu stellen. Verweilen, Zeit zum Nachdenken und Orientieren haben in diesem Konzept keinen festen Platz.“

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Wie muss die betriebliche Weiterbildung künftig aussehen?

(26.02.2020) Die nationale Weiterbildungsstrategie ruft nach einer neuen „Weiterbildungskultur“. Doch wie soll die aussehen? Welche Rahmenbedingungen benötigen die Menschen und die Unternehmen, um die berufliche Weiterbildung dem rasanten Wandel in der Arbeitswelt anzupassen? „Und wie muss sich Weiterbildung künftig aufstellen, um nicht nur passende Angebote, sondern vor allem auch passende Rahmenbedingungen zu bieten?“ Danach fragt die neue Ausgabe der „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (bibb).

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Globale Entwicklungen und die Neuvermessung politischer Bildung

(09.01.2020) Das Jahresthema des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) für das Jahr 2020 lautet: „Transformationen. Globale Entwicklungen und die Neuvermessung politischer Bildung“. Es wurde in den Gremien des AdB entwickelt und vom Vorstand verabschiedet.

Der Begriff Transformation steht für fundamentale und dauerhafte Wandlungsprozesse, für technologische Entwicklungen, für die zunehmende Digitalisierung, den Klimawandel, globale Migrationsbewegungen, aber auch für die in vielen Ländern zu beobachtenden Re-Nationalisierungsprozesse, die oftmals mit einem zunehmenden Populismus verbunden sind. Angesichts dieser Wandlungs- und Entwicklungsprozesse ist die politische Bildung herausgefordert, ihr Selbstverständnis und ihre Praxis zu überdenken, eine Neuvermessung ihres Aufgabenfeldes vorzunehmen, Grenzen neu auszuloten und die Chancen, die den Entwicklungen innewohnen, für ihre gesellschaftspolitische Gestaltungskraft besser zu nutzen.

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Nur wenige Prozente der Bildungshaushalte gehen in die Erwachsenenbildung

(09.12.2019) Erwachsene haben zu wenig Möglichkeiten, an Bildungsmaßnahmen teilzunehmen. Zu diesem Schluss kommt der vierte Weltbericht zur Erwachsenenbildung, der jetzt vom UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen vorgelegt wurde.

Deutschland wird in dem Bericht lobend erwähnt. Deutschland gehört zu der Gruppe von Staaten, die mehr als vier Prozent des Bildungsetats für Erwachsenenbildung ausgeben. Fast ein Fünftel der Länder geben demnach weniger als 0,5 Prozent des Bildungsetats für Erwachsenenbildung aus. Insgesamt gebe es einen Trend zur Reduzierung der Mittel. Angesichts dieser Daten fordern die Autor*innen des Bericht „verstärkte Investitionen von Regierungen, Arbeitgebern und weiteren Akteuren in die Erwachsenenbildung“.

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Weiterbildung nicht auf Berufsbildung reduzieren

(02.12.2019) Digitalisierung, Energiewende und Elektromobilität verändern Arbeit und Leben tiefgreifend. Ob Arbeitnehmer zu den Gewinnern zählen, ist nicht ausgemacht. Eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg: beste Bildung. Für alle. Ein Leben lang.

Doch Deutschland kommt beim Thema Bildung nicht voran. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt stagnieren die Bildungsausgaben. Durch die Hartz-IV Gesetze wurde die öffentlich finanzierte Weiterbildung ausgedünnt. Zugleich fordern Politik und Wirtschaft mehr Bereitschaft zur Weiterbildung. Die Digitalisierung erfordere die Bereitschaft zum Lebenslangen Lernen.

„Es ist Zeit für eine Bildungsoffensive für eine neue Arbeitswelt. Beste Bildung ist mehr als eine Quelle von Wohlstand. Dazu die Kommission Arbeit der Zukunft: ‚Bildung ist Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.‘ Sie ist ein Eckpfeiler der Demokratie.“ Das schreibt Hilmar Höhn im Vorwort des Dossier Nr. 2 zur Zukunft der Arbeit.

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Jugendliche mit niedrigem Bildungsgrad drohen im politischen Diskurs abgehängt zu werden

(29.11.2019) Die Mehrheit junger Menschen informiert sich intensiv über das politische Geschehen. Allerdings nimmt der Anteil derer, die sich nie oder weniger als einmal im Monat über Politik informieren, bei geringerem Bildungsstand deutlich zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Vodafone-Stiftung zum Informationsverhalten Jugendlicher in der digitalen Welt.

Während bei jungen Menschen mit einem niedrigen Bildungsstand 24 Prozent angeben, sich nie oder selten über das politische Geschehen zu informieren, sind das bei einem hohen Bildungsstand nur noch 7 Prozent. Nach Ansicht von Inger Paus, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vodafone Stiftung laufen wir Gefahr, „einen signifikanten Anteil junger Menschen in der digitalen Nachrichtenwelt zu verlieren. Ohne vertiefte Angebote von Medienkompetenz in der Schule, die alle Schülerinnen und Schüler erreichen, sowie den direkten Dialog der Politik auf Augenhöhe mit jungen Menschen, verschenken wir das Potenzial einer jungen Generation und verschließen Ihnen die Chancen für demokratische Teilhabe.“

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Öffentliche Finanzierung der Weiterbildung

(02.11.2019) Der Bedeutungszuwachs der Weiterbildung wird nicht bestritten. Umstritten ist jedoch, welche Anteile der Staat, die Unternehmen und die Menschen an der Weiterbildung leisten sollen. Angesichts der künftigen Herausforderungen stellt sich die Frage, wie die Architektur der finanziellen Förderung von Weiterbildung in den nächsten Jahren aussehen soll. Zum Ausbau der öffentlichen Förderung von Weiterbildung liegen diverse Vorschläge vor.

Das neu bei der Böckler-Stiftung erschienene Gutachten von Gerhard Bosch untersucht Förderinstrumente aus Schweden, Frankreich und Österreich hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen und ihrer Anschlussfähigkeit an die Weiterbildungsförderung in Deutschland. Vorgeschlagen werden der Ausbau des BAföG zu einem Instrument der individuellen Förderung lebenslangen Lernens und der Ausbau investiver Arbeitsmarktpolitik, u. a. mit der Förderung abschlussbezogener Maßnahmen und der Einführung von Transformationskurzarbeitergeld, Weiterbildungsgeld und Fachkräftestipendien.

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