Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Jede zweite Einstellung erfolgt befristet

(18.01.2020) Bei der Einstellung von Erzieher*innen gibt es große Probleme. Vom Beginn der Suche bis zur Aufnahme der Tätigkeit in der KITA vergehen inzwischen im Durchschnitt 100 Tage. Das zeigt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Mit attraktiveren Arbeitsbedingungen könnte die Neubesetzung von Stellen schneller erfolgen. „Dazu gehört auch das Angebot eines unbefristeten Vertrags mit längerfristiger Perspektive“, so die Studie. Denn im Erzieher*innenbereich erfolgt jede zweite Neueinstellung befristet. Die Autorin der Studie, Anja Warning, fordert daher: „Statt mit einer hohen Zahl von Befristungen zu arbeiten, sollten (die Arbeitgeber) verstärkt unbefristete Stellen einrichten und diese auch unbefristet ausschreiben können. Dafür sind die entsprechenden finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen.“
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Bundesweite Aktionen für mehr unbefristete Beschäftigung an Hochschulen

(16.01.2020) Rund um den 15. Januar starten lokale Gruppen des Bündnisses „Frist ist Frust“ bundesweit Aktionen. Das Bündnis, bestehend aus der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie dem Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss), fordert mehr unbefristete Beschäftigung an den Hochschulen.
Die Länder müssen dem Bund am 15. Januar ihre Vorstellungen vorlegen, wie sie die Mittel aus dem Zukunftsvertrag „Studium und Lehre stärken“ auszugeben gedenken. Die FAZ berichtete schon, dass viele Länder zu tricksen beginnen. Die Initiatoren von „Frist ist Frust“ fordern deshalb an dem bundesweit stattfindenden Aktionstag klare Ansagen der Länder zur Zurückdrängung des Befristungsirrsinns in der Wissenschaft.
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Staatliche Förderung der allgemeinen Weiterbildung in Niedersachsen um zwei Millionen jährlich erhöht

(13.01.2020) Das Land Niedersachsen hat die jährliche Förderung der Träger der allgemeinen und politischen Weiterbildung um jährlich zwei Millionen Euro auf jetzt 47 Millionen Euro aufgestockt. Nach Ansicht des zuständigen Ministers Thümler leisten die 57 Volkshochschulen, 23 Heimvolkshochschulen und sieben Landeseinrichtungen hervorragende Arbeit.

Umgerechnet auf die Einwohnerzahl steigt die Förderung damit jährlich um 25 Cent je Einwohner. Große Sprünge werden die Einrichtungen mit dieser Erhöhung nicht wirklich machen können. Und für ordentliche Honorare der Dozent*innen reicht das Geld auf keinen Fall.
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Globale Entwicklungen und die Neuvermessung politischer Bildung

(09.01.2020) Das Jahresthema des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) für das Jahr 2020 lautet: „Transformationen. Globale Entwicklungen und die Neuvermessung politischer Bildung“. Es wurde in den Gremien des AdB entwickelt und vom Vorstand verabschiedet.

Der Begriff Transformation steht für fundamentale und dauerhafte Wandlungsprozesse, für technologische Entwicklungen, für die zunehmende Digitalisierung, den Klimawandel, globale Migrationsbewegungen, aber auch für die in vielen Ländern zu beobachtenden Re-Nationalisierungsprozesse, die oftmals mit einem zunehmenden Populismus verbunden sind. Angesichts dieser Wandlungs- und Entwicklungsprozesse ist die politische Bildung herausgefordert, ihr Selbstverständnis und ihre Praxis zu überdenken, eine Neuvermessung ihres Aufgabenfeldes vorzunehmen, Grenzen neu auszuloten und die Chancen, die den Entwicklungen innewohnen, für ihre gesellschaftspolitische Gestaltungskraft besser zu nutzen.
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Bund plant höhere Mittel für berufliche Aufstiegsfortbildungen

(04.01.2020) Rund 167.000 Teilnehmer*innen erhielten 2018 eine Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, sog. „Aufstiegs-BAföG“). Der Bundestag hat im Dezember 2019 in erster Lesung die Reform des Aufstiegs-BAföG beraten. Mit den geplanten Änderungen sollen die Geförderten höhere Zuschussanteile, höhere Freibeträge und höhere Darlehenserlasse erhalten.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärt zu der geplanten Reform: „Das neue Aufstiegs-BAföG macht beruflichen Aufstieg und Familie besser miteinander vereinbar. Dafür nehmen wir so viel Geld in der Hand wie bei keiner AFBG-Reform bisher: 350 Millionen Euro wird die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode für berufliche Aufsteigerinnen und Aufsteiger investieren.“
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Änderung der Aufstiegsfortbildungsförderung wird im Bundestagsausschuss positiv aufgenommen

(04.01.2020) Die Reform des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (ABFG) wurde am 18. Dezember im zuständigen Ausschuss des Deutschen Bundestags beraten. Die Vertreter von SPD und CDU/CSU lobten erwartungsgemäß den vorliegenden Gesetzentwurf.

Die Vertreter der Oppositionsparteien begrüßten ebenfalls die Reformvorschläge. Allerdings machten sie deutlich, dass es an der einen oder anderen Stelle noch weiteren Änderungsbedarf am Gesetz gibt. So warb die Abgeordnete der Grünen für einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung.

Zugleich liegt der Teufel mal wieder im Detail. So machte die Vertreterin der Linken deutlich, dass Schülerinnen und Schüler in der praxisintegrierten Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher von der Förderung ausgeschlossen sind, da der Theorieanteil an ihrer Ausbildung statt der geforderten 70 Prozent „lediglich“ bei 66 Prozent liege. Hier müsse eine Änderung im Gesetz vorgenommen werden.
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Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 19.01.2020