Allgemeine und politische Weiterbildung

Die allgemeine und politische Weiterbildung fällt in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländern. In den jeweiligen Landesgesetzen ist geregelt, welche Träger der Erwachsenenbildung von den Bundesländern gefördert werden. Die Förderung durch die Bundesländer ist seit Jahren rückläufig.

Die wichtigsten Trägerzusammenschlüsse veröffentlichen ihre Daten regelmäßig in einer Weiterbildungsstatistik, die auf der Homepage des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung abrufbar ist.



Staatliche Förderung der allgemeinen Weiterbildung in Niedersachsen um zwei Millionen jährlich erhöht

(13.01.2020) Das Land Niedersachsen hat die jährliche Förderung der Träger der allgemeinen und politischen Weiterbildung um jährlich zwei Millionen Euro auf jetzt 47 Millionen Euro aufgestockt. Nach Ansicht des zuständigen Ministers Thümler leisten die 57 Volkshochschulen, 23 Heimvolkshochschulen und sieben Landeseinrichtungen hervorragende Arbeit.

Umgerechnet auf die Einwohnerzahl steigt die Förderung damit jährlich um 25 Cent je Einwohner. Große Sprünge werden die Einrichtungen mit dieser Erhöhung nicht wirklich machen können. Und für ordentliche Honorare der Dozent*innen reicht das Geld auf keinen Fall.

mehr...

Globale Entwicklungen und die Neuvermessung politischer Bildung

(09.01.2020) Das Jahresthema des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) für das Jahr 2020 lautet: „Transformationen. Globale Entwicklungen und die Neuvermessung politischer Bildung“. Es wurde in den Gremien des AdB entwickelt und vom Vorstand verabschiedet.

Der Begriff Transformation steht für fundamentale und dauerhafte Wandlungsprozesse, für technologische Entwicklungen, für die zunehmende Digitalisierung, den Klimawandel, globale Migrationsbewegungen, aber auch für die in vielen Ländern zu beobachtenden Re-Nationalisierungsprozesse, die oftmals mit einem zunehmenden Populismus verbunden sind. Angesichts dieser Wandlungs- und Entwicklungsprozesse ist die politische Bildung herausgefordert, ihr Selbstverständnis und ihre Praxis zu überdenken, eine Neuvermessung ihres Aufgabenfeldes vorzunehmen, Grenzen neu auszuloten und die Chancen, die den Entwicklungen innewohnen, für ihre gesellschaftspolitische Gestaltungskraft besser zu nutzen.

mehr...

Karliczek: Positiver Trend bei Alphabetisierung

(01.11.2019) Rund 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland können zwar Buchstaben, Wörter und einzelne Sätze lesen und schreiben, haben jedoch Mühe, einen längeren zusammenhängenden Text zu verstehen. Zu diesem Ergebnis kommt die "LEO-Studie 2018" der Universität Hamburg, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert hat. Das Bundeskabinett hat sich am 30. Oktober mit dem aktuellen Stand zur Förderung der Lese- und Schreibfähigkeiten von Erwachsenen beschäftigt.

Bundesbildungsministerin Karliczek betonte die Notwendigkeit, die Anstrengungen bei der Förderung fortzusetzen.

mehr...

Hände weg von der Umsatzsteuerbefreiung der allgemeinen und politischen Weiterbildung, Herr Scholz!

(13.09.2019) Die deutschen Steuerbehörden suchen offensichtlich nach neuen Steuerquellen und haben dabei die Weiterbildung entdeckt. Bisher sind die meisten Angebote in der allgemeinen und politischen Weiterbildung von der Umsatzsteuer befreit. Aber gerade in Zeiten, in denen die Weiterbildung in öffentlichen Stellungnahmen und Reden als unverzichtbar für die Gestaltung der Zukunft angepriesen wird, möchte der Fiskus die Teilnehmer*innen zur Kasse bitten.

Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf auf den parlamentarischen Weg gebracht, der die Richtlinien für eine Steuerbefreiung von Weiterbildung verschärft. Sicher von der Umsatzsteuer befreit sind demnach in Zukunft nur noch solche Kurse, die beruflich unmittelbar verwertbar sind oder der Sphäre des Schul- und Hochschulunterrichts zugeordnet werden können. Je nach Auslegung der Steuerbehörden könnten viele allgemeinbildende Kurse künftig als reine Freizeitgestaltung gelten und steuerlich belastet werden. „Volkshochschulen könnten gezwungen sein, die Kursgebühren entsprechend anzuheben“, erklärt der DVV-Vorsitzende. Die Verteuerung der Weiterbildung treffe vor allem Einkommensschwache, die sich vielfach ohnehin abgehängt fühlen.

mehr...

Für die gute Sache! Aber zu welchem Preis?

(29.04.2019) Bereits 237 Kolleg*innen (angestellte wie freie) haben ihre persönliche Sicht eingebracht. Viele weitere Fragebögen erreichen uns auch weiterhin und werden sukzessive ausgewertet. Die Ergebnisse sind der erste Baustein für einen berlinweiten Branchentarifvertrag und eine faire Honorarordnung.

Wir können jetzt zusammen in und mit der Gewerkschaft ver.di eine betriebs- und statusübergreifende Tarifkommission gründen, Tarifverhandlungen einfordern und einen guten Tarifvertrag erreichen!

Dazu wollen wir zunächst den Organisationsgrad mithilfe des Treuhändermodells erhöhen. Wie das funktioniert und alle weiteren Infos zur Befragung und unserer Versammlung findest Du im anhängenden Flugblatt.

mehr...

Sprachliche Förderung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund

(06.03.2019) Junge Migrant*innen müssen nicht nur die praktische Arbeit im Betrieb erlernen. Sie müssen gleichzeitig dem theoretischen Unterricht in der Berufsschule folgen können. Dazu sind sprachliche Kenntnisse zwingend erforderlich.

Am 4. März haben das Land Niedersachsen, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie die Regionaldirektion Niedersachsen/Bremen der Bundesagentur für Arbeit einen Vertrag zur gemeinsamen verstärkten Förderung junger Menschen mit Migrationshintergrund abgeschlossen. Die Leiterin der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, Bärbel Höltzen-Schoh, erklärt dazu: „Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind aufgrund von Sprachdefiziten aber besonders gefährdet, ihre Ausbildung abzubrechen. Die Rahmenvereinbarung zur Sprachförderung ist ein wichtiger Schritt, um die Auszubildenden und Unternehmen dabei zu unterstützen, gemeinsam zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen.“

mehr...